Was ist der Unterschied zwischen Sufismus und Buddhismus?


Antwort 1:

Zu Beginn entstand der Sufismus im 7. Jahrhundert n. Chr. Aus der islamischen Tradition, während der Buddhismus Mitte des ersten Jahrtausends v. Chr. Entstand. Infolgedessen gibt es viele Unterschiede. Ich denke, der beste Ausgangspunkt ist, wo man Ähnlichkeiten finden kann.

Im Buddhismus ist das Ziel der Existenz das Nirvana, die Flucht aus dem Kreislauf der Wiedergeburt durch Erleuchtung, ähnlich der Befreiung aus dem Kreislauf von Samsara durch Moksha im Hinduismus. Dies wird mit dem Löschen der „Flamme“ des Begehrens verglichen.

Im Sufismus gehören zu den engsten Parallelen das Konzept von Fana und Baqaa, das als Vernichtung des Selbst beschrieben werden kann, das nur Gott übrig lässt.

Beide teilen das Konzept der Vernichtung des Selbst und dass die ultimative Realität durch eine transformative Erfahrung angetroffen werden kann.

Dies ist alles andere als eine umfassende Antwort, aber ich hoffe, es hilft.


Antwort 2:

Der Sufi und der Buddhist betrachten dieselbe Münze von zwei verschiedenen Seiten.

Die Buddhisten konzentrieren sich sehr auf die Vernichtung („Fana“ im Sufismus), was bedeutet, nichts zu sein. Frei sein von allen Eigensinnen, die letztendlich zu Leiden führen. Die buddhistische Lehre konzentriert sich daher sehr auf die Entleerung des Geistes.

Die Sufi konzentrieren sich sehr auf die ultimative Realität, dh auf die, die existiert, wenn Sie völlig leer sind („Fana“), was Allah ist. Die Sufi-Lehre konzentriert sich daher sehr darauf, das Herz zu öffnen.

Es ist wirklich dieselbe Lehre - Buddhismus und Sufismus. Die Betonung ist alles, was variiert. Du öffnest das Herz mit Mantras (Zikr). Du transzendierst den Geist mit Meditation (fikr). Buddhistische Mönche machen beides, Sufis machen beides.

Um Allah zu erfahren, musst du dich von allem befreien. Denn wenn du völlig leer bist, wird nur Allah die Realität sein, die existiert.


Antwort 3:

Der Hauptunterschied besteht darin, dass Sufis zwar an einen Schöpfer glauben, nämlich an Allah, die Buddhisten jedoch keinen solchen Glauben haben und sich stattdessen auf die abhängige Entstehung konzentrieren. Außerdem konzentriert sich der Buddhismus auf Meditation (und meines Wissens auf einige Yoga-Praktiken), das Rezitieren von Mantras und das Lernen von Sutras. Sufisten versuchen, die göttliche Gegenwart Gottes zu erfahren und in einen Zustand namens Fitra * zurückzukehren. Sie konzentrieren sich auch auf das Gebet zu Allah und folgen dem Beispiel Mohammeds, der als perfektes Beispiel für einen tugendhaften, gerechten und mitfühlenden Mann angesehen wird. Aber die Buddhisten haben auch Buddha als einen Mann, auf den man schauen muss. Wie in bestimmten Sutras angegeben, ist die Buddha-Natur (Erwachter Zustand) jedem Wesen inhärent und dies muss erkannt werden.

Es gibt jedoch Punkte, an denen sich die beiden treffen und einig sind. Sufis streben nach einem Leben voller Liebe, Mitgefühl, Erinnerung an Allah und respektieren auch das göttliche Gesetz. Die Buddhisten folgen dem Dharma, konzentrieren sich aber auch auf Mitgefühl, Liebe und das Erreichen von Weisheit.

* Fitra - aus einem Wiki-Auszug: „Nach der islamischen Theologie werden Menschen mit einer angeborenen Neigung von Tawhid (Einssein) geboren, die zusammen mit Mitgefühl, Intelligenz, Ihsan und allen anderen Attributen, die das verkörpern, was es ist, in der Fitra enthalten ist menschlich sein. "


Antwort 4:

Der Hauptunterschied besteht darin, dass Sufis zwar an einen Schöpfer glauben, nämlich an Allah, die Buddhisten jedoch keinen solchen Glauben haben und sich stattdessen auf die abhängige Entstehung konzentrieren. Außerdem konzentriert sich der Buddhismus auf Meditation (und meines Wissens auf einige Yoga-Praktiken), das Rezitieren von Mantras und das Lernen von Sutras. Sufisten versuchen, die göttliche Gegenwart Gottes zu erfahren und in einen Zustand namens Fitra * zurückzukehren. Sie konzentrieren sich auch auf das Gebet zu Allah und folgen dem Beispiel Mohammeds, der als perfektes Beispiel für einen tugendhaften, gerechten und mitfühlenden Mann angesehen wird. Aber die Buddhisten haben auch Buddha als einen Mann, auf den man schauen muss. Wie in bestimmten Sutras angegeben, ist die Buddha-Natur (Erwachter Zustand) jedem Wesen inhärent und dies muss erkannt werden.

Es gibt jedoch Punkte, an denen sich die beiden treffen und einig sind. Sufis streben nach einem Leben voller Liebe, Mitgefühl, Erinnerung an Allah und respektieren auch das göttliche Gesetz. Die Buddhisten folgen dem Dharma, konzentrieren sich aber auch auf Mitgefühl, Liebe und das Erreichen von Weisheit.

* Fitra - aus einem Wiki-Auszug: „Nach der islamischen Theologie werden Menschen mit einer angeborenen Neigung von Tawhid (Einssein) geboren, die zusammen mit Mitgefühl, Intelligenz, Ihsan und allen anderen Attributen, die das verkörpern, was es ist, in der Fitra enthalten ist menschlich sein. "